| Warum müssen die Kirchensteuern abgeschafft werden? | ||
Neulich erreichte mich diese
Zuschrift: "Herr Koßmann, wenn es Ihnen nicht paßt, Kirchensteuern
zu zahlen, dann treten Sie einfach aus, damit wäre dann die Sache erledigt."
Ich nehme diese Zuschrift dankbar als Anregung auf, diese Problematik noch
einmal zu verdeutlichen. Ja, wenn das so einfach wäre, dann hätte ich mir nicht die Mühe mit diesen Veröffentlichungen machen müssen. Aber wir Liberale sind grundsätzlich GEGEN KIRCHENSTEUERN und gegen jede andere Art der STAATLICHEN KIRCHENFIANZIERUNG. Warum? |
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Was ist der Unterschied zwischen
"Beiträgen" und "Steuern"? Für Beiträge
hat man einen Rechtsanspruch auf Gegenleistungen, für Steuern nicht.
Steuern werden immer zwangsweise abgeführt, Beiträge in den meisten
Fällen nicht. Steuern darf nur der Staat erheben, Beiträge können
hingegen auch von nichtstaatlichen und privaten Organisationen erhoben werden. |
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Es ist richtig, daß
die Kirche dem Staat für den notwendigen Mehraufwand bei der Verwaltungsarbeit
eine "Entschädigung" zahlt, die jedoch nicht kostendeckend
ist, wenn man die Kirche am Gesamtaufwand für die Steuereinziehung
anteilig beteiligen würde. |
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Neben den Kirchensteuern muß den Kirchen auch die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit abgesprochen werden, denn... Kirchen sind sogenannte "Tendenzbetriebe" und vertreten nur die Interessen einer bestimmten Bevökerungsgruppe, Kirchen sind nicht offen für jeden und nicht weltanschaulich neutral. Die Sozialleistungen der Kirchen halten sich in äußerst bescheidenen Grenzen. Weniger als 10 % ihrer Einnahmen geben die Kirchen für soziale Zwecke aus. Die Kirchen sind nicht für die ALLGEMEINHEIT nützlich, sogar in den sogenannten sozialen Bereichen (Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser u.s.w.) werden Nichtchristen diskriminiert. Die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit wird schon heute nicht allen Religionsgemeinschaften gewährt - auch hier muß der Gleichbehandlungsgrundsatz beachtet werden. Durch die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit der Kirchen hat der Staat Einnahmeverluste, die von allen Bürgern, egal ob sie Kirchenmitglied sind oder nicht, durch höhere Steuern ausgeglichen werden müssen. AUCH DIE STEUERRECHTLICHE GEMEINNÜTZIGKEIT DER KIRCHEN IST EINE RECHTSSTAATSWIDRIGE FREMDFINANZIERUNG! |
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