Fragebogen: warum ich Kirchenmitglied bin
Bitte beurteilen Sie selbst, in wie weit Sie den folgenden Aussagen zustimmen können:
Ich bin Kirchenmitglied weil...
...ich getauft bin und religiös erzogen wurde.
Der religiöse Glaube des Menschen darf niemals von der Zufälligkeit seiner Geburt abhängen, sondern muß immer das Ergebnis einer bewußten Willensentscheidung sein.
...ich eine positive Einstellung gegenüber der Institution der Kirche habe.
Sie sollten Ihre Einstellung überdenken. Bei einem evt. Kirchenaustritt müßten Sie durchaus nicht Ihren Glauben aufgeben.
...ich in meiner Kirchengemeinde aktiv mitarbeite und mich dort wohl und geborgen fühle.
Nichts gegen Vereinsmeierei - das kann sehr schön sein. Sie sollten allerdings nicht die Hintergründe aus den Augen verlieren.
...ich kritisch gegenüber der Kirche eingestellt bin. Ich möchte mich aber meiner Verantwortung stellen und für Reformen arbeiten.
Ihre Bemühungen sind sicherlich lobenswert - allerdings ist bereits Martin Luther schon mit dem Versuch, die Kirche zu reformieren, gescheitert.
...ich Christ bin.
Viele Christen sagen, sie könnten nur noch deshalb Christ sein, gerade weil sie aus der Kirche ausgetreten sind.
...mich die christliche Moral überzeugt.
In der Tat kann man dem Christentum nicht nur Negatives nachsagen. Allerdings ist beispielsweise die Nächstenliebe keine spezifisch christliche Tugend.
...die Kirche vielen Menschen in der Not hilft und soziale Einrichtungen unterhält.
Die Kirche hat durch ihre verfehlte Politik Notlagen vieler Menschen selbst verschuldet. Die Kirche gibt nur 8 % ihrer Einnahmen für soziale Zwecke aus und auch nur deshalb, um den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden.
...ich kirchlich heiraten will.
In der Tat hat das weltliche Standesamt nichts Vergleichbares zu bieten. Doch welch hohen Preis wollen Sie für eine kirchliche Hochzeit zahlen?
...ich aus beruflichen Gründen nicht aus der Kirche austreten kann.
Führen Sie genau Buch über die Steuern, die Sie an die Kirche abgeführt haben. Vielleicht ergibt sich später einmal die Möglichkeit, das geld von der Kirche zurückzufordern.
...ich dereinst von einem Pfarrer beerdigt werden will.
Die Heucheleien - gerade bei Beerdigungen - sind entsetzlich. Sollten wir alle uns das nicht ersparen?
...ich nie darüber nachgedacht habe, also eigentlich nur aus Gewohnheit.
Bravo, Sie machen einen Schritt in die richtige Richtung. Sie lesen diese Homepage. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
...ich Europa vor dem Vordringen des Islam schützen will.
Das Christentum hat Menschen, die nach einer echten religiösen Befriedigung suchen, heute nichts mehr zu bieten. Somit ist das Vordringen anderer Religionen nichts zu verhindern.
...meine Kinder getauft werden sollen, damit sie nicht als Außenseiter aufwachsen müssen.
Sollten wirklich ungetaufte Kinder immer noch diskriminiert werden, hilft nur Aufklärung und eine vernünftiges Gespräch. Die Argumente bekommen sie hier.
...die Kirche auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen soll, denn sie ist staats- und demokratietragend.
Die Kirche dient immer dem Regime, von dem sie Geld bekommt. Die Kirche war und ist immer opportunistisch.
...ich aus familiären Gründen nicht aus der Kirche austreten kann.
Auch hilft nur wirklich ein vernünftiges Gespräch. Nutzt das nichts, können Sie Ihre Familie ohnehin vergessen.
...ich sowieso keine Steuern zahle, bin nicht erwerbstätig (z. B. "nur" Hausfrau).
Es gibt genügend moralische Argumente, der Kirche nicht nur aus finanziellen Gründen Lebewohl zu sagen.

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